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Maremma

Gelegen im Herzen der südlichen Toskana erstreckt sich die Maremma an der Westküste Italines von den Mündungen der Bruna und des Ombrone über die sanften Hügelketten der Monti dell’Uccellina bis Orbetello am Monte Argentario. Ehemals eine unwirtliche Sumpflandschaft, von deren römischer Bezeichnung auch ihr Name herrührt war sie im Mittelalter gefürchtet wegen der dort grassierenden Malaria. Volkslieder und sogar der Dichter Dante Alighieri in seiner Divina Commedia erzählen vom Verlust der Liebsten, die den Kampf gegen das wiederkehrende Fieber verloren hatten.

Aus römischen Quellen ist bekannt, dass die Etrusker, die in den Hügeln siedelten, es vermochten, mit Hilfe eines kunstvoll angelegten Kanalsystems die Landschaft trocken zu legen und dadurch urbar zu machen. Das Wissen um den Erhalt dieser Technik ging jedoch verloren und so verwandelte sich die Region bereits unter den Römern langsam wieder zu einer feuchtwarmen und wilden Naturlandschaft. Einst wichtige Städte gingen zu Grunde und gerieten in Vergessenheit; die Natur bleib sich über Jahrhunderte selbst überlassen.

Erst im 18. und 19. Jahrhundert wurde durch die Großherzöge der Toskana ein großangelegtes Entwässerungsprogramm initiiert. Dies beinhaltete das Anlegen moderner Entwässerungskanäle sowie das Anpflanzen mächtiger Pinienwälder. Heute ist die Maremma eine Landschaft die ihre abschreckende Seite verloren hat und durch Ihre ursprüngliche Schönheit zum Verweilen einlädt.

Ein Stück der Wildnis ist erhalten im 1975 gegründeten Naturpark, dem Parco Naturale della Maremma. Hier finden sich idyllische, fast magisch verwunschene Pfade auf denen man durch alte Pinienhaine zu unberührten Sandstränden wandert. Die Burgruinen, die sich auf den Hügeln des Parks befinden entlohnen nach einiger Anstrengung mit majestätischen Blicken über die Baumwipfel des Pinienwaldes und das nahe Meer. So mancher Fuchs zeigt sich dem Betrachter zwischen den Bäumen und vielleicht entdeckt der ein oder andere gar Spuren von durchziehenden Wildschweinen.

Doch die Maremma hat mehr zu bieten als die Schönheit mediterraner Wildnis. Spuren vergangener Kulturen finden sich auf vielen Siedlungshügeln rund um die historisch bedeutenden Städte. Die Region fördert den Agritourismo, einen verträglichen und naturnahen Tourismus, der landestypische Unterkünfte, regionale Speisen und die Traditionen der Maremma unterstützt. Den Massentourismus mit all seinen negativen Auswirkungen gibt es hier nicht.

Seit Mitte der 1990ger Jahre begann der Aufstieg der Maremma zu einer der bedeutenden Weinregionen Italiens. Insbesondere die Appellation des Morellino di Scansano hat es vermocht sich aus dem Schatten großer Vorbilder wie des Brunello di Montalcino oder des Vino Nobile di Montepulciano zu lösen und sich einen eigenen Namen zu machen, der für Qualität und ein Rückbesinnen auf regionale Authentizität steht.

Aus dieser Region kommt der Wein von Poggio Nibbiale. Die Weinstöcke wachsen auf den Hängen des hügeligen Hinterlandes mit Blick auf das Meer; in einer kargen Landschaft in der der Rotmilan, das Wahrzeichen von Poggio Nibbiale, jagt und seine Jungen großzieht.

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